Pedi auf Lombok / Foto-Reisebericht

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Pedi auf Lombok / Foto-Reisebericht

Zuerst mal ein riesen D A N K E S C H Ö N für das tolle Feedback das ich für meinen Singapur / Foto-Reisebericht erhalten habe. Die Aufforderung um die Welt zu tingeln und in einem veganen Reise-/Rezeptbuch darüber zu berichten gefaellt mir sehr gut, aber leider fehlen mir die Reise-Sponsoren… grins… 😉 .

Am 23.06.2015 um 7.50 Uhr ging es also weiter mit Silk-Air von Singapur nach Lombok/Indonesien. Um 10.35 Uhr landeten wir auf dem kleinen Flughafen umgeben von grünen Feldern und Kokospalmen… ich liiiiebe Kokospalmen!! Bei der Einreise benötigt man 35 US Dollar für das Visum (evtl. soll das geaendert werden). Es hat alles reibungslos geklappt, wir hatten das Geld passend dabei und es ging alles ziemlich schnell. Unsere Koffer wurden beim Ausgang nochmal geröntgt, was uns etwas Angst machte, da wir viele Lebensmittel für Nadja dabei hatten, aber das war kein Problem. Im Stechschritt eilte ich nach draussen und übersah doch tatsaechlich den Fahrer, den Nadja beauftragt hatte, der mit unserem Band 1 als Erkennungszeichen auf uns wartete. Wie kann ich unser Buch übersehen?? – ja das hat mich mein Mann auch gefragt…. Nun, wir haben uns gefunden und es begann eine aufregende 1,5 stündige Fahrt nach Mangsit zum Westen der Insel.

Durch anklicken der Fotos könnt ihr sie vergrössern…

Lombok-Ankunft-2 Lombok-Ankunft

Lombok hat ebenso wie Singapur Linksverkehr… Eigentlich hatten wir geplant uns Roller zu mieten um die Insel zu erkunden, aber nachdem wir sahen wie es dort auf den Strassen zu ging, war uns nach kurzer Zeit schon klar: Nein, lieber ein Auto. Es ist hammerhart… soviele Motorroller auf einem Fleck hab ich noch nie gesehen, sie kamen wie Ameisen aus allen Richtungen… Hilfe!! In der Türkei gehts ja schon zu, aber das ist ja gar nix gegen das hier! 🙂 Wenn uns dann mal ein LKW entgegen kam, sassen mindestens 3 Personen bei voller Fahrt auf dem Führerhaus… WAHNSINN … Alle paar Meter hats am Strassenrand kleine Laeden die “Ölflaschen“ verkaufen, ich dachte das sei Kokosöl… nein-nein… das war Benzin!!

Lombok-Strassen

… Als wir dann immer naeher zu unserem Urlaubsort kamen konnten wir die Straende sehen, mit den vielen Kokospalmen… ich freute mich sooo… Aber erstmal fuhren wir zu Nadja ins Sternenland. Nadja erwartete uns mit einem tollen Mittagessen. Es gab ultraleckeren Tempeh mit Erdnüssen gebraten (Rezept folgt) und Moringablaettergemüse mit Papaya und Kokosraspeln, Schlangenbohnen-AuberginenSalat (Rezept wird mir noch geschickt) und Reis. Au Mann, erst der super leckere Tofu in Singapur, in den ich mich reinlegen konnte, und nun Tempeh! Ich war bis Dato auch kein Tempeh-Fan, aber der hier ist was anderes… nussig, knusprig – lecker… Boah!

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Nach dem tollen, netten Mittagessen, der Mitbringselverteilung und der Besichtigung vom Sternenland fuhr uns Kecan (der Fahrer) in unser Hotel Puri Mas  in Mangsit. Wir wurden im Hotel megafreundlich mit einem Ananas-Cocktail empfangen. Unser Gepaeck wurde geschnappt und wir wurden zu unserem “Zimmer“ gebracht. Wir dachten noch, oh Mist wir haben gar kein Kleingeld für die Koffertraeger, aber es machte auch keiner von denen erwartende Anstalten. Einfach nur super freundlich. Spaeter erfuhren wir, dass Trinkgeld nicht üblich ist (Wir haben dann beim Checkout einen Umschlag für alle abgegeben, so macht man das wohl, muss man aber nicht!… ). Die Anlage ist ein Traum, ich bin immernoch hin und weg. Klein, ruhig, überschaubar im indonesischen Stil aber dennoch luxuriös… und alle sind soooo nett, wir fühlten uns sofort sehr wohl. Die Zimmer/Villen sind wunderschöne Holzhütten mit Strohdaechern und jede Hütte ist verschieden eingerichtet. Mutti hatte z. B. ein Freiluftbadezimmer. Der Garten – einfach ohne Worte!!… Blühende Frangipanibaeume mit ihren mega duftenden Blüten in allen Farben… ich habe mich verliebt!!… Hier kann mans locker 11 Naechte aushalten, boah wie genial. Wir zogen uns um, um den Strand zu besichtigen…vorbei an der Poolbar und dem wunderschönen Pool, jetzt nichts spektakulaeres, aber er passt einfach perfekt dahin… ein Traum… Kokospalmen überall, der helle Sand, das türkisfarbenes Meer. Gegenüber die Silhouette von Bali… Der perfekte Ort, der perfekte Tag, der perfekte Moment! Dankedankedanke…!!

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Als wir am Strand entlang schlenderten entdeckten wir einen Abschnitt mit schwarzem Sand, schon irre das dunkle zwischen dem hellen… da Lombok eine Vulkaninsel ist, hats neben Korallensand auch Vulkansand. Am Strand entlang fanden wir tolle Muscheln und Korallenstücke- viele Korallenstücke! Was natürlich nicht so gut ist. Abgerissen von heftigen Unwettern und Dynamit fischen, was eigentlich verboten ist. 🙁 . Die Korallenbaenke sind hier auch ziemlich weit vorgelagert, also wenn Ebbe ist, geht schwimmen nicht mehr, ansonsten aber wunderbar. Natürlich ist dies ein Paradies für Schnorchler wobei wir dort alles Mögliche gefunden haben, vom zerissenen Rucksack, Basecap, T-Shirt bis Flipflops… was schon etwas gruslig war, vor allem der zerissene Rucksack… uaaaahhhh…

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Vom Essen her wars im Hotel-Restaurant auch relativ easy, es wurde schnell verstanden um was es geht. Ich hab z.B. mal Nasi Goreng bestellt ohne Fleisch und ohne Shrimpspaste. Dann kam der Kellner extra nochmal zurück und hat mir mitgeiteilt, dass da ja eigentlich ein Ei dabei ist und Krabbenchips, ob sie das dann auch weglassen sollen… 🙂 … Es gab aber auch leckern Tofu zur Auswahl oder verschiedene Curry’s oder Gado-Gado (Gemüse mit Erdnusssosse und Reis- Rezept folgt) in der Regel auch immer vegan. Das Problem ist oftmals eben Shrimpspaste oder Rinderbrühe, deshalb einfach nachfragen. Verhungern werdet ihr nicht. 🙂 Zum Frühstück nahm ich meistens einen Fruchtteller oder Obstsalat… Brot und Marmelade, unter anderem leckerste Orangenmarmelade, war neben Nasi Goreng ebenfalls vorhanden.

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Zweimal waren wir mit dem Taxi im Nachbar-Tourie-Ort Sengiggi im Cafe/Restaurant Bumbu. Direkt an der Hauptstrasse. Ich wusste gar nicht was ich essen soll, es gab soviel Auswahl. Leckeren Tempeh, Tofu viele verschiedene Curry’s und natürlich Gado-Gado… 🙂 … Also hab ich mir einfach 2 Sachen bestellt und hammerlecker war dort der Papayasalat… junge, noch grüne, Papaya geraspelt in einem Dressing mit Knofi und:  …S C H A R F … Also scharf ist auf Lombok sogut wie A L L E S … es geht schon beim Frühstück los. Lombok bedeutet übersetzt Chili … also könnt ihrs euch ja vorstellen… es brennt zweimal… 🙂 . Mit Nadja und Günter waren wir auch einmal am Coco Beach essen. Auch nur ums Eck, Bambushütten in einem Kokospalmen“Wald“ am Strand… war auch sehr lecker. Dort hab ich das erste Mal einen Gecko rufen hören… es hört sich wirklich so an… Ge-kooooo… Ge-kooooo… voll süss!! Auch wenn ich ihn in diesen 11 Tagen oft gehört hab, gesehen hab ich ihn leider nicht. 🙁

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Ja wir verbrachten einige wundervolle Tage unseres Urlaubs verstaendlicherweise nur im Hotel oder in der Puri Mas Spa-Anlage. 2 KM landeinwaerts und fast noch mehr Traum als unser Beach-Hotel. Fussreflexmassage, Klangschalenmassage, Hot stone Massage… wir haben uns richtig verwöhnen lassen. Wann erfindet man denn endlich mal den Beamer??… Oft würde ich gerne sagen “ Beam me up Scotty“ und zwar genau DAHIN!! https://www.youtube.com/watch?v=PYGYpg3uGHo

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Nadja organisierte uns für 4 Tage ein Mietauto, denn wir wollten ja die Insel erkunden. Der erste Ausflug sollte Richtung Norden gehen, um uns an den Linksverkehr zu gewöhnen, denn dort ist es auf den Strassen ruhiger. Wir fuhren an der Küste entlang vorbei an weissen, sauberen Kokospalmenstraenden- wo wir auch mal Badepause machten und vorbei an wilden Affen- die am Strassenrand sassen. Affen in Freiheit – einfach toll!!!

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Wir bewunderten die Reisfelder, die Arbeiter mit ihren witzigen Strohhüten die für den Sommer die Reisfelder umpflanzten zu Erdnuss- und Sojafeldern… und immer und überall mittendrin – Kokospalmen… hach!!…

Lombok-Reisfeld

Unsere Tanknadel neigte sich zu Ende, keine grosse Tankstelle in Sicht. Als wir dann ein Schild zum Rinjani-Nationalpark sahen fuhren wir spontan dort ab. Da wir nicht wussten wieweit unser Sprit noch reicht, haben wir an einem Stand angehalten, die in Ölflaschen Benzin verkauften. 🙂 …

Lombok--Tanken

Nachdem wir paar Liter getankt hatten fuhren wir weiter und standen auf einmal auf dem Parkplatz zu einem Wasserfall ( Tiu Kelep Waterfall). Wir schnappten uns einen Führer – oder er uns, wie auch immer… grins… aber das war schon gut so. Der Weg war nicht ganz easy, Treppen rauf, Treppen runter, wir wateten durch den Dschungel, kamen wieder an wilden Affen vobei, durchquerten Flussbette und kletterten über Felsen bis wir vor einem sagenhaften Wasserfall standen…

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Der Rückweg war leichter, wir nahmen einfach den Tunnel in dem ein Wasserkanal durch den Berg floss… 🙂 … ab und an aber auch etwas gruslig, denn man sieht nicht was im Wasser ist…

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Es gab dort auch noch einen zweiten Wasserfall, zu diesem ist der Weg um einiges leichter, aber der ist relativ unspektakulaer im Gegensatz zu dem Grossen!! Insgesamt waren wir ca. 2 Stunden unterwegs. Da es gegen 18 Uhr schon dunkel wird und wir nicht im Dunkeln fahren wollten, fuhren wir danach wieder zum Hotel zurück. Also eilig darf mans dort nicht haben, manche fahren tatsaechlich mit 30 km/h auf der Landstrasse. Dazu kommt, dass man mit 80 schon das Gefühl hat man faehrt 150… also mehr als 80 geht auf den normalen Landstrassen gar nicht, schon gar nicht mehr wenn die Motorroller von überall her auf einen zukommen…

Wassserfaelle gibt es auf Lombok ja viiiieeeeele… Mit Nadja und Günter besuchten wir noch die Gangga Waterfalls… 🙂 Die Zufahrt dahin war etwas beschwerlich ein unbefestigter Weg der tiefe Risse hatte in denen wir doch tatsaechlich dann fest steckten… öff… Gut, dass wir 2 Maenner dabei hatten, nach 30 Min. konnte es weitergehen… Für den Rückweg waehlten wir dann aber einen anderen Weg und der war ok. 😉

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Als wir bei den Gangga Wasserfaellen ankamen kam gerade ein Mann mit frischen Vanilleschoten daher, die er zum Trocknen brachte… boah, genial… Ich hab erstmal eingekauft- für die naechsten 2 Jahre… 🙂 . Dort oben gab es auch ganz viele Kakaobaeume und frisch geröstete Kakaobohnen zu kaufen. Der Weg zum ersten und zweiten Wasserfall war leicht, man hatte eine geniale Aussicht vom Berg bis zum Meer über fruchtbare Felder und Waelder. Die Wasserfaelle waren ganz nett, aaaaabbberrrrr es gab noch einen Dritten!! 🙂 … Nadja und Mutti machten es sich im “Cafe“ gemütlich, waehrend mein Mann und ich mit Günter zum 3. Wasserfall rutschten, kletterten, wateten… Es hat sich gelohnt…  H A M M E R …  Von hoch oben, zwischen Felsspalten durch prasselte er in ein natürliches Becken… wir stürzten uns sofort rein, ohhhhh war das herrlich!!!

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Mit einem Bekannten von Nadja fuhren wir ins nahegelegene Bergdorf, denn dort wurde für uns gekocht… WOW!!… Einfach aber super lecker… Tofu, Tempeh, Wasserspinat, Sambal und Reis… Es schmeckte genial!! Nadja hatte gespendete Klamotten und Spielzeug für die Kinder dabei, die haben sich so gefreut… das gibt einem wirklich viel Stoff zum Nachdenken… Kinder die sich freuen über gebrauchte Klamotten, ein Stofftier und 50-Teile-Puzzle… Der Grossteil der Kinder hat nichtmal Schuhe… Und alle sind soooo freundlich, egal wo man ist… sobald man durch die Gassen geht wird man von Kindern und Erwachsenen freundlich mit lautem Helloooooo und Winken begrüsst… also die Türkei ist ja schon ziemlich gastfreundlich aber das was ich auf dieser Insel erfahren durfte übertrifft alles.

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Wir besichtigen das Dorf und die vielen Früchte die dort wuchsen unter anderem auch Kakao und Kaffeebohnen. Wir durften sogar in eine Küche spickeln… die bestand aus einer Feuerstelle auf dem Boden. Daneben lag ein Huhn und legte ein Ei… Leute, geht jetzt einfach mal kurz in euch und seid dankbar!!

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Lombok-Bergorf-Tabak Lombok-Bergdorf-Ananas Lombok-Bergdorf-Bananen Lombok-Bergdorf-Kaffeebohne Lombok-Bergdorf-Kaffeestrau Lombok-Bergdorf-Kakao Lombok-Bergdorf-Kakaobohnen Lombok-Bergdorf-Kokosnuesse Lombok-Bergdorf-Papaya Lombok-Bergdorf-Soursop

Unser naechster Ausflug ging auf die Gili Inseln. Wir haben uns für Gili Meno entschieden- die mittlere und kleinste der drei Inseln. Also eigentlich haetten wir von unserem Hotel aus diesen Ausflug buchen können, wir waeren mit einem bequemen privaten Boot vom Hotel zu Gili Meno gefahren worden. Das haette uns komplett für alle drei, hin und zurück, 60€ gekostet… Also wer nach Indonesien fliegen kann, der hat eigentlich auch 60€ für sowas übrig, aaaaaberrrr mein Mann (der Oberschwabe 🙂 ) hat sich erkundigt und es geht ein Boot vom Hafen, der 25 Min. mitm Auto entfernt ist für 2€ pro Person/ hin und zurück zu den Gili Inseln… Okkeeeee, wenn man sich das so überlegt ist das schon eine gewaltige Preisspanne, aber Hallo??- Ich hab Urlaub!!… Nungut, mein Mann hat gewonnen, fragt mich nicht warum und wir fuhren morgens gegen neun Uhr zum Hafen. Vom Parkplatz muss man noch einwenig durch nichtsehrschöne Landschaft laufen wo einem auch immerwieder Pferdekutschen angeboten wurden… Nein Danke wir gehen zu Fuss!! Am Hafen kauften wir die Tickets zu Gili Meno und konnten dann auch schon aufs Boot… aehm… Boot, naja… es war ein langes tuckerndes Etwas das erstmal mit Lebensmitteln und Baumaterial beladen wurde. Nachdem der ganze Boden voll beladen war durften wir rein. Aufm Boden konnte man nicht mehr gehen, deshalb liefen wir auf den Baenken und setzten uns nacheinander hin.

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Das Meer war relativ ruhig, die 20 minütige Überfahrt war ganz ok. Der erste Eindruck von Gili Meno war jetzt nicht sooo toll… es war unaufgeraeumt und ziemlich baufaellig. Wir liefen nach rechts auf der Suche nach einem schönen Strand. Also Straende hats viele traumhafte… Korallensand, weiss, türkisfarbenes Meer wie auf Postkarten… WUNDERSCHÖN… in regelmaesigen Abstaenden gabs dann doch Lokale, kleine, schöne Hotelanlagen und kleine Laeden. Nicht zuviel, gerade ausreichend. Wir kauften uns getrocknete Früchte zum Knabbern und liefen weiter, denn wir hatten noch keinen Strand gefunden wo man ins Meer konnte. Es war alles voller felsigen Korallenriffe 🙁 …  So atemberaubend es aussah, so frustrierend wars auch. Als wir fast um die Insel gelaufen waren (ca. 1,5 Stunden) bestellte ich mir einen Soja-Kokosmilchshake und legte mich in eine Haengematte und genoss einfach nur den Blick über den weissen Strand zu den anderen Inseln… Schon um 15 Uhr mussten wir wieder am Hafen sein, ich möchte hier nur mal anmerken, dass wir uns die Abfahrt haetten aussuchen können, WENN wir im Hotel gebucht haetten. 🙂 Gut, aber nachdem wir eh nicht ins Meer konnten wars nicht so schlimm. Beim naechsten Mal würden wir uns Gili Air aussuchen, oder von Insel zu Insel hüpfen mit einem Privatboot… 🙂

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Als wir zum Hafen liefen haben wir schon gesehen, dass Ebbe ist aber noch nicht geahnt was das bedeutet… wunderbar, es gab keinen Steg zum Boot. Der wurde irgendwie durch Sturm und Wellen weggerissen. Wir mussten also zum Boot auf den spitzen Felsen im Meer waten. Nach 3 Schritten sind meine Flipflops auseinandergefallen… gaaaanz toll… ich versuchte einwenig barfuss zu laufen aber es wurde immer schlimmer… das Wasser ging teilweise bis zum Schenkel, die Felsen wurden immer spitzer. Wir versuchten meine Flipflops notdürftig zu reparieren, ich musste meine Zehen halt verkrampfen damit sie an meinen Füssen blieben… nun gut, ich habs geschafft.

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Erst ging der Motor von dieser grossen Nussschale nicht an… nein, ich laufe nicht nochmal zurück!!!… Ommmmm… der Motor lief, aber halt wie… tuckertuckerörgsörgs… Halleluja… die Wellen waren jetzt ziemlich hoch, es schwankte und schaukelte… ich hielt Ausschau nach Schwimmwesten und behielt sie im Auge… Wirklich, ich hatte ziemlich schiss… Die Küste wollte und wollte nicht naeher kommen… Ich machte drei Kreuze als ich endlich dieses Boot verlassen durfte… Passt dabei auf, es stehen Maenner da die einem helfen und die Taschen abnehmen. Gebt sie nicht her!!! Die gehören nicht zu der Mannschaft… und möchten Rückgabegeld! Im Hotel angekommen stürzten wir uns erstmal in den Pool und freuten uns über Happy our an der Cocktailbar… 🙂

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Am naechsten Tag stand shoppen auf dem Plan. Wir fuhren mit Nadja in die Hauptstadt Mataram. Ich wollte endlich mal einen gscheiten Supermarkt sehen!!… Als wir in den ersten Tagen mit Nadja mal zum Markt fuhren, war mir schnell klar, dass ich dort nicht wirklich viel einkaufen möchte. Nadja hat dort ihre Leute wo man auch gut einkaufen kann, aber der Grossteil hat uns eher etwas schockiert… Nicht nur die Tiere die bei der Hitze zerstückelt wurden und ohne Eis in der Sonne lagen, bedeckt von Fliegen (könnt ihr euch den Geruch vorstellen??), sondern auch das Gemüse. Der Grossteil sah einfach nicht gut  aus, im Vegleich zu Singapur und Türkei. Es machte uns nicht an zu Kaufen. Das Obst war dagegen ok… Ananas, Mango, Litschi etc… aber der Rest… Ganz geschockt stand ich mal vor Hülsenfrüchte und Reis wo es einfach überall drin krabbelte… stellt euch vor ich dachte nichtmal mehr ans fotografieren… ohjeeee… was ist hier vegan??? An einem Stand lagen matschige Kartoffeln wo 2 riesen-Kakerlaken drauf waren und gefressen haben. Eine getrocknete Chilischote haben wir gesehen, die hat sich von Innen bewegt. Es lag ziemlich viel Müll auf den Treppen und von der Decke hingen schwarze Spinnennetze… Ich hab dort Tofu gekauft und Tempeh, Dank Nadja die weiss wo es ok ist. Das war auch alles frisch… dann hab ich Galgantwurzeln mit und Kurkumawurzeln… uuuund Kokosöl. Leider findet man ganz selten kaltgepresstes Kokosöl und wenn dann nur im grossen Supermarkt und es kostet genausoviel wie in Deutschland. Also das rentiert sich nicht. Zum Braten ist das raffinierte aber sehr gut, es hat nur einen ganz leichten Kokosgeschmack und leichte Röstaromen, kostet 1 L um die 3 €.

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So, ja vom Thema abgekommen… 🙂 Wir waren in Mataram in 2 grossen Supermaerkten. Die sahen auch wirklich genial aus wie wirs halt kennen. Da hab ich einiges eingekauft… vegane Krabbenchips, vegane Currypaste, es gibt auch vegane Austernsosse – die hatte mir Nadja aber schon besorgt, Kokosmilch, Erdnusssossenkonzentrat, Kokoscremepulver, braunen Reis, Palmblütenzucker, Cashewkerne… ach ich weiss gar nimmer was noch alles…Miso, genau Miso hab ich noch mit! In einem kleinen Laden hab ich dann noch Tempehstarter gefunden… 500 g für 3 € und Tapioka Staerke, die für den Tempeh dann gebraucht wird. In einem Stoffladen hab ich indonesische Batikstoffe gekauft- für meine Freundin (die in dieser Zeit unsere Jungs versorgte) und was mir total gut gefallen hat waren die bunten Sarongs. Über dem Bikini als Rock oder Kleid gebunden… ich hab nen ganzen Stapel voll mit… 🙂 … und am allerliebsten haette ich einen Koffer voller Kokosnüsse mitgenommen!!!… Wisst ihr was man uns gesagt hatte?? … Die dunklen Kokosnüsse, also die wo es bei uns zu kaufen gibt, sind schlecht/Ausschuss… Wir hatten mal kurz an einer Kokosfabrik angehalten und ich nahm eine dunkle in die Hand zum Probieren und dabei kam der Hinweis ich soll eine helle nehmen, die dunklen sind schlecht… Aber es ist einfach so… Kokosnüsse dürfen im Mund nicht trocken sein, sondern noch saftig. In vielen asiatischen Geschaeften findet man mittlerweile auch junge oder Baby-Kokosnüsse, schaut mal danach…

Gute (helle) und ''schlechte'' (dunkle) Kokosnüsse...

Gute (helle) und “schlechte“ (dunkle) Kokosnüsse…

Unser letzter Ausflug führte uns in den Süden, das Paradies für Surfer… Wir suchten uns als Ziel Kuta, Mawun und Selong Belanak aus… Als erstes fuhren wir nach Kuta. Aber irgendwie fanden wir es nicht einladend dort… Egal wo wir hinkamen, von weitem immer wunderbar aber von der Naehe lag einfach überall viel Müll… Da verging mir das Baden… Auf den Fotos sieht alles toll aus, aber wars nicht…

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Wir fuhren dann weiter zum Mawun Beach… eine wunderschöne Bucht… muss noch kurz erwaehnen, dass wir im Süden überall Eintritt zu den Straenden zahlen mussten, aber nur paar Cent. Wir legten uns unter eine Yukkapalme und beobachteten die Monsterwellen. Normal hats in dieser Bucht keine so hohen Wellen, aber normal kann man auf Gili Meno auch baden… 😉 … Wir hatten halt mal wieder das Glück, dass wir nicht ins Meer konnten… hahahahaha… wir habens versucht, es war megagefaehrlich. Der Sog, ich kam nicht dagegen an… die Welle brach über mir, ich schlitterte und kurgelte in der Welle zum Ufer… bis ich wieder wusste wo oben ist kam die naechste… Hab ich schonmal solche riesen Wellen erlebt??- ich glaube nicht… Meine Schenkel bluteten und ich hatte in jeder Ritze Sand… gaaaanzzz toll!!!… Nach einiger Zeit beruhigte es sich etwas und ich ging schnell ins Meer, schwamm über die Wellen und versuchte erfolglos den Sand loszuwerden der auf meiner Kopfhaut klebte… 3 Tage danach hatte ich immernoch Sand in den Haaren!!!… Es half NICHTS… 🙂

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Wir fuhren weiter zum pulvrig-weissen Strand Selong Belanak… Der Parkplatz eine Müllhalde, der Strand wunderschön, das Meer ruhiger als in Mawun aaaber irgendwas orange-glibbriges schwamm an einer Stelle rum… Ich dachte erst Algen aber es war orangefarbener Schaum… ok, hier geh ich nicht rein… Von der Ferne sahen wir tolle Straende, ja von der Ferne… wir suchten den Weg dorthin…

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Viele, viele Kilometer fuhren wir auf einer kleinen Strasse durch die Berge, vorbei an kleinen Dörfern wo die Menschen auch voll freundlich waren… Beach?? Yes to the beach—> da lang… ! Dann standen wir am Beach, genauer gesagt vor Seetangfeldern die im Meer angelegt waren… interessant, aber wieder nix mit baden… 🙁 …ok,  weiter hinten, da waren keine Felder mehr, da sieht es gut aus – von der Ferne, ja von der Ferne… wir, hingefahren und… angeschwemmter Müll… der ganze Strand voll mit Plastik… Es ist einfach soooo schade… warum macht der Mensch sowas??

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Enttaeuscht fuhren wir zurück… 80 KM zum Hotel… Wir brauchten 2 Stunden… und stürzten uns ins Meer und in den Pool und begrüssten mal wieder die Happy our an der Cocktailbar… 🙂 Wir hatten genug gesehen und genossen die letzten Tage nur noch im Hotel, Spa und bei Nadja… über unseren schönen gemeinsamen Kochabend hatte ich ja bereits hier berichtet… Rezepte folgen…

Am letzten Abend schenkte uns Lombok noch einen traumhaften Sonnenuntergang…Danke… Thank you…Terima kasih…!!!

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25 Std. Rückreise lagen vor uns…

Fazit: 11 Tage Lombok haben uns komplett gereicht, natürlich haetten wir es in unserem Hotel noch laenger ausgehalten, vor allem in der privaten Villa mit Pool die wir für die letzten Stunden noch kostenfrei bekamen, da unser Flug erst am Abend ging, aber unser Zimmer für neue Gaeste benötigt wurde… boah eine private Villa – wie genial!!!… Aber wenn ich heute wieder buchen würde, dann würde ich eine Woche Lombok buchen und Ausflug nur in den Nord-westlichen Teil der Insel, mit den schönsten Kokosstraenden und Wasserfaellen und einen Tag/Nacht auf eine der Gili-Inseln. Dann würde ich von den Gilis mit dem Boot nach Bali fahren, 3-4 Tage bleiben und von Bali aus zurückfliegen… Es kommt halt immer drauf an was man machen möchte. Eine 3-Tages Tour zum Rinjani Vulkan ist natürlich auch phaenomenal, aber ziemlich anstrengend. Eigentlich stand auf meinem Plan noch Komodo – die Varan Insel, aber auch das geht nicht an einem Tag. Aufjedenfall gibts jede Menge unvergessliches, auf und um Lombok, zu erleben…

Müll ist dort leider, wie in so vielen Laendern, ein grosses Problem. Wie geschrieben wird viel Müll vom Meer angeschwemmt und auch sind die Touries nicht unschuldig. Bitte verzichtet bei eurer Reise auf Plastiktüten und vor allem, lasst keine Batterien auf der Insel. Meiner Meinung nach könnte alles besser sauber gehalten werden, es müsste einfach regelmaessig aufgeraeumt werden, nicht nur die Straende sondern auch die Parkplaetze… aber irgendwie fühlt sich keiner verantwortlich. Auf Bali wird im Moment an einem Plastiktütenverbot gearbeitet, Lombok wird hoffentlich mitziehen…

Nadja versucht seit vielen Jahren den Kindern Umweltschutz beizubringen. Dank Nadja wurde Ein Stern für Lombok gegründet. Im Sternenland werden aus Müll tolle Sachen gebastelt… Das alles ist aus Plastikbechern, Kaffee- Waschmittelverpackungen, Tetrapacks etc…

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Es waere wunderschön wenn ihr dieses Projekt unterstützen würdet: http://www.stern-fuer-lombok.de/index.php?cat=12_Spenden … ich hab gesehen wie sich die Kinder freuen wenn sie gebrauchte Sachen bekommen… ein Stofftier…ein Puzzle…Schuhe!!…*Traenchenwegdrück*… Es muss kein Geld sein…!!

Ich hoffe Nadja und Günter können noch lange für diese Kinder dort da sein, denn mit der Aufenhaltsgenehmigung ist es auch immer so eine Sache. Ihr haettet es erleben müssen, wir alle im “Stern für Lombok-Minibus“ fahren Richtung Mataram und am Strassenrand jubelnde Kinder… “Nadja, Nadja, Nadjaaaaaaa…“ … Schön, dass es euch gibt!!

…Nochwas etwas ekliges… Wir waren in der Ramadanzeit auf Lombok. Die Insel ist ja grossteils muslimisch und das ziemlich extrem, die Türkei ist nichts dagegen… Die Moscheen gehen ab ohne Ende. In unserem Hotel haben wir nichts gehört, aber in Moscheenaehe ist es untertraeglich. Es geht über Lautsprecher stundenlang und in voller Lautstaerke auch in der Nacht. An Gesetze haelt sich keiner. Ganz schlimm war das Spucken… im Boot, auf den Strassen, vor Deine Füsse… überall!!… Die schlucken an Ramadan nichtmal ihre eigene Spucke, die wird rausgekotzt (sorry) …egal wo… Also zumindest hat man uns gesagt, dass es mit Ramadan zu tun hat, bzw. dass es in dieser Zeit ganz schlimm ist… wie es also ausserhalb Ramadan ist, kann ich nicht beurteilen… 😉

Trotzdem waren es wundervolle Tage und ich denke gerne daran zurück… Vor allem an den Kokospalmen Strand und an die duftenden Frangipaniblüten… seufz… Beam me up, Skotty!…

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Ich hoffe das war euch jetzt nicht zu lang, aber es gab einfach sooooo viel wo ich euch erzaehlen wollte… 😉 Danke… Thank you… Terima kasih fürs lesen!!

Liebe Grüsse

Pedi

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Das Meer löscht unsere Spuren im Sand… aber in meiner Erinnerung bleiben sie ewig dort!!

 

 

 

 

Von | 2015-07-18T18:11:28+00:00 Juli 18th, 2015|Pedi’s Wohnküche, Wir unterwegs|3 Kommentare

Über den Author:

Petra Canan

3 Kommentare

  1. […] im Magen liegt… was leichtes, so kam mir die Idee mit Reis. Mein Paeckchen roter Reis aus Lombok/Indonesien schreite mir richtig… … Für euch dürfte es ja kein Problem sein, welchen zu […]

  2. […] und endlich mal Gado-Gado zubereitete. 1 Jahr ist es nun her, dass wir in Lombok waren ( Mein Foto-Reisebericht hier) und ich hab immernoch nichts von meinen mitgebrachten Rezepten gebloggt – jetzt wirds aber […]

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