… fürs Wochenendfrühstück hab ich uns am Freitag wieder was geniales gezaubert… auch heute, am Sonntag, war er noch super saftig und lecker… mein göttlicher Laugenkranz…

Eine Freundin hat mir aus Deutschland Brezellauge mitgebracht, bisher hab ich mein Laugengebaeck immer mit Natron und Wasser “gelaugt“… also ca. 3-4 EL Natron mit 500 g Wasser im Topf aufgekocht und das Gebaeck dann ca. 1 Min. darin heiss gebadet. Das hat mir bisher auch immer gereicht, da ich geschmacklich jetzt kaum Unterschied feststellen konnte – aber nun ist alles anders… 😉

Durch die Brezellauge glaenzt das Gebaeck wunderbar und es ist auch soviel einfacher in der Herstellung. Es reicht naemlich das Einpinseln… also man spart sich laestiges aufkochen und baden… ruck zuck gemacht. Meine Brezellauge ist flüssig, diese mische ich dann 1 : 9-10 mit Wasser und bewahre diese in einem Schraubglas auf. Das ist nochmal ein Vorteil, denn die Lauge mit dem Haushaltsnatron ist danach so unschön, dass ich diese nicht aufbewahren möchte…brrrrrr… Also man braucht nicht viel von der Brezellauge, da sie sehr ergiebig ist. Ich würde also erstmal in der Baeckerei nachfragen ob die euch ein Glaeschen abfüllen, aber genau fragen wie ihr sie verdünnen müsst. Und bitte auch vorsichtig damit umgehen, reine Brezellauge ist stark aetzend, wirklich ziemlich gefaehrlich – was wir nicht alles essen…tztztz… 😉 …

Brezellauge (Natriumhydroxid) könnt ihr aber auch in der Apotheke besorgen oder online, z.B. hier , das sind jetzt allerdings Perlen, gibt also verschiedene Sorten, aber das ist ja egal… wichtig ist, ihr geht vorsichtig damit um und weg von Kinderhaenden!!

So, jetzt zum göttlichen Laugenkranz-Rezept…

500 g helles Mehl (Dinkel oder Weizen, bei Weizen würde ich Type 550 nehmen)

1/2 Würfel Hefe

80 g Sonnenblumen- oder Rapsöl – nicht weniger!

1 TL Zucker

1,5 TL Salz

ca. 250 g Wasser

im Mixtopf 5 Min./Knetstufe kneten. Wie ihr ja vielleicht bereits von unseren anderen Rezepten wisst ist eine lange Knetzeit für Brot notwendig, da sich erst nach dieser Zeit die Zutaten optimal verbinden und der Kleber aus dem Mehl kommt, das verhindert eine bröselige Struktur.

Der Teig sollte sich wie ein Ohrlaepple anfühlen, weich aber soll nicht kleben… 😉

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Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 30 Min. ruhen lassen, das kann so aussehen… 🙂

Laugenkranz-6

Dann nehmt ihr den Teig und teilt ihn. Jedes Teil rollt ihr nun laenglich aus und bestreicht diese Fladen mit

weicher veganer Margarine, oder Kraeuterbutter etc., gut kann ich mir auch unseren türkischen Çemen Brotaufstrich (Band 1) vorstellen (ich hab mir den halt dann auf den fertigen Zopf DRAUF geschmiert 😉 )

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Dann rollt ihr diese Fladen der Laenge nach auf…

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Die Straenge zieht ihr jetzt noch etwas in die Laenge und flechtet dann eine Kordel, die ihr letztendlich zum Kranz zusammenfügt.

Ihr könnt natürlich auch jede andere Form machen, aber wir finden, dass der Laugengeschmack besser durchkommt wenn die Dicke eher wie die von einem Baguette ist… Meiner war relativ schief, ich hatte dicke und dünne Stellen- lecker war aber beides!!…

Auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder gefetteten Backstein legen. Ich backe auf dem Zauberstein von The Pampered Chef…

Laugenkranz-3 Laugenkranz-2

Nun deckt ihr ihn wieder ab und lasst ihn solange gehen, bis er schön aufgegangen ist.

Dann pinselt ihr ihn 2 mal richtig gut mit

Brezellauge

ein und bestreut ihn nach euren Wünschen mit

verschiedenen Saaten…

Salz empfehle ich hier nicht, weil dieses das Gebaeck nach paar Stunden knatschig macht, da es sich auflöst, ich hatte es mir bereit gestellt, aber mir ist es dann noch eingefallen… 😉

Laugenkranz-1 Laugenkranz

Im vorgeheizten Backofen bei 230 Grad  Ober-/Unterhitze 10 Min. backen, danach auf 190 Grad runterschalten und ca. 30 Min. weiter backen. Mit dem Zauberstein backe ich auf unterster Schiene.

Nach dem Backen sofort mit einem sauberen Tuch abdecken, so bleibt er super weich, und auskühlen lassen. Zum Lagern luftdicht verpacken, so bleibt er mindestens 2 Tage wie frisch – dann ist er eh aufgefuttert… 😉

Laugenkranz-angeschnitten

Bin gespannt… 😉

Viele liebe Grüsse aus Antalya und

Afiyet olsun

Pedi